Die traurige Geschichte vom versauten Hähnchen

Also, die Sache ist die…

Ich wollte einfach ein ganz ganz ganz tolles Brathähnchen machen.
Mit einem ganz tollen Rezept. (Ehrlich, das ist SUPER!)
Und weil ich das Hähnchen am Mittwoch machen wollte und man es ja mindestens einen Tag vorher salzen soll, bin ich Montag abend losgefahren und habe Hähnchen gejagt.

Im Bio-Supermarkt in der Stadt gab es zu dem Zeitpunkt schon lange keins mehr. Nur eine einsame Packung Rindergulasch lag noch in der Frischfleischtheke.
Ist ja grundsätzlich okay, wenn sie knapp planen, so dass weniger weg geschmissen werden muss, nur für mich war’s da eher dumm.

Fahre ich also zu Edeka, schließlich haben die ja ne große Auswahl… Denkt man.
Neuerdings wurde das Angebot an Bio- und vegetarischen Produkten zwar gesammelt und zentriert dargestellt, aber dass es auch Omnivoren wie mich gibt, die ein bisschen drauf gucken, wo ihr Fleisch herkommt, wurde wohl vergessen. Früher gab es mal 4 Sorten Bio-Aufschnitt, mittlerweile nur noch 2. Das BioHähnchenfleisch ist ganz verschwunden, Bio-Hack gibts nur, wenn man Glück hat, alle abgepackten Puten- und Hähnchenprodukte sind von Wiesenhof und wenn man an der Frischfleischtheke nach der Herkunft des Fleischs fragt, gibt es höchstens vage Antworten. Ein Mitarbeiter fragte dann noch, wo denn eigentlich der Unterschied zwischen Bio und nicht-Bio sei.
Ich: “Na, zum Beispiel bei der Aufzucht, beim Futter…”
Er (milde lächelnd): “Na, also ich als Landschaftsgärtner weiß ja, dass es da keine Unterschiede gibt…”

Edeka. Die lieben Lebensmittel….

Schlussendlich habe ich dann bei Rewe ein frisches Hähnchen gekauft, das angeblich immerhin aus Deutschland stammt. Habe es zuhause sorgsam gesalzen und gewürzt und in einem Gefrierbeutel nach unten in den Kühlschrank gelegt.
Mittwoch nachmittag dann wollte ich es noch mal ein bisschen streicheln und massieren – also, um die Gewürze zu verteilen, nicht, um dem Hähnchen Wellness zu verpassen – mache die Tüte auf… und das Teil stinkt.
Es ist mir doch tatsächlich verottet, weil unser Kühlschrank bei Stufe 4 von 5 pisswarm war. ARGH. MANNO!

Auf die Schnelle gab es dann Hackbraten :-/

(Rezept für ca. 4 Personen:

  • 500g Hack
  • 1 Ei
  • 1 Bund Suppengrün
  • 1 kleine Zwiebel
  • 2 EL Worcestershiresauce (Sojasauce geht auch)
  • 3 EL Ketchup
  • 1/2 TL Pfeffer
  • 1,5 Tassen Haferflocken (1-2 Scheiben Toastbrot gehen auch)

Suppenbund und Zwiebel fein würfeln, alle Zutaten miteinander vermischen, zu einem Laib formen, in eine ofenfeste Form geben, 1,5cm hoch Wasser einfüllen und das ganze bei 180°C 40-55 Minuten in den Ofen stellen.

Das geht so fix, eure Gäste werden sich fragen, wo der Hackbraten auf einmal herkommt 😉)

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